Oh Mann, oh MAN!
Ich kann mich noch fast genau daran erinnern, wie ich aus dem Häuschen war, als ich damals beim Durchlesen des Messe-MIBA gesehen habe, dass sich Brekina dazu entschlossen hatte den MAN-Triebwagen - oder ist‘s den eher ein Schienenbus? - auf den Markt zu bringen.
Nicht nur, dass Brekina richtige Schienenfahrzeuge als Vorbild nimmt, nachdem dieser Autöli-Hersteller bisher als einziges mehr oder weniger Schienenfahrzeug den Schienen-Strassen-Bus auf den Markt brachte, nein, mit der Umsetzung eines MAN-Triebwagens ging für mich ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Widerspiegeln doch diese Gefährte Privatbahnen, wie kaum ein anderes Schienenfahrzeug, zumal diese beim Vorbild in der Lage sind Güterwagen zu befördern, weswegen sich manche Keinbahnen für den MAN- und gegen den klassischen Schienenbus entschieden haben, ersparte er doch auf manchen Linien sogar eine „richtige“ Lokomotive.
Und aus diesem Grund konnte Brekina aus dem Vollen schöpfen und unzählige Farbvarianten produzieren. Was auch umgehend getan wurde und meine Sammlung rasch diametral zu meinem Bankkonto ansteigen liess… Auch wenn ich mich recht gut zügeln konnte, gelange doch der eine oder andere MAN-Triebwagen in meinen Besitz.
Nachdem einige Modelle mein Refugium wieder verlassen haben, befinden sich noch diese vier Modelle bei mir: dasjenige eines Vorbilds bei der Hohenzollerischen Landesbahnen, weil ich deren Triebwagen schon live gesehen habe und mir das Farbschema äusserst gut gefällt. Zwei Modelle von MEG, bzw. SWEG, deren Triebwagen ich auf Privatbahn-Exkursionen über die Grenze begegnet bin, und wegen des neutralen Erscheinungsbilds, inklusive eines Modells in der für deutsche Privatbahnen fast obligaten Jägermeister-Werbung.
Die siebundachtzig Mal kleinere Ausgabe eines AKN-Triebwagens besitzt keinen Antrieb. Brekina hatte tatsächlich auch Modelle mit reduziertem Innenleben angeboten, hatte allerdings auf eine exakte Umsetzung von vorbildlichem Zwischenwagen und Steuerwagen verzichtet. Alles machte man sich die Mühe, die Fronten entsprechend anzupassen, denn es gab Triebwagen mit Wagenübergängen, solche ohne, dann - wie beim AKN-Modell Fronten mit integrierter Zugziel-Anzeige. Wer mehr über diese spannenden Fahrzeuge und ihre Geschichte wissen möchte, dem empfehle ich folgendes Buch, welches antiquarisch noch erhält sein müsste.
Dieses Modell musste ich mir nur schon aus sentimentalen Gründen anschaffen, fuhr ich doch in den Achtzigerjahren mehrmals mit exakt einem solchen Triebwagen von Garstedt nach Ulzburg und bestimmt auch wieder zurück. Ich kann mich noch an den eher schäbigen „Bahnhof“ eben einem Parkhaus (?) in Garstedt und der anschliessenden knatternden Fahrt durch Felder, Wälder und Pferdeweiden erinnern.
Brekina zog sich dann nach einigen Jahren wieder aus dem Geschäft mit Modellbahnen zurück und beschränkte sich wieder auf seine Kernkompetenz. Modellbahn Union übernahm die Formen, nahm einige Änderungen am Innenleben der Modelle vor und bietet nicht nur die MAN-Schienenbusse wieder an.





















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