Dampflok II.

Es sind inzwischen schon wieder zwanzig Jahre vergangen, seit sich das Modell der Ed 2x2/2 7681 in meiner Sammlung niedergelassen hat. Und jedesmal, wenn ich sie in der Fffitrine vor einer Zeile historischer Güterwagen erblicke, bereue ich den Kauf keineswegs.

Wie geschrieben sind zwei Jahrzehnte vergangen seit BEMO das Modell dieser uralten Dampflok angekündigte hat. Genau, BEMO - sonst eigentlich für Schmalspurmodelle, wie diejenigen der NKB - kündigte 2005 das Modell einer normalspurigen Mallet-Dampflok an. Das Vorbild dieses Modells ist steinalt, wurde doch sie und ihre fünfzehn Schwestern zwischen 1891 und 1893 bei Maffei in München für die Schweizerische Centralbahn gebaut. Die Nummer 7681 war die Erstgebaute und die einzig Überlebende.

Weshalb und warum sich BEMO dazu entschieden hat, dieses doch eher exotische Vorbild wirklich schön hauptsächlich aus Metall in der Qualität eines Kleinserien-Modells umzusetzen, weiss ich nicht. Das Resultat überzeugt in jeder Hinsicht und das ist die Hauptsache. Während die Version für das Dreileiter-Wechselstom-System bereits digitalisiert ausgeliefert wurde, bin ich fast sich, dass mein Gleichstom-Modell den Decoder erst nachträglicher implantiert bekam.

Es verwundert kaum, dass am Vorbild in diesen 135 Jahren einiges herumgeschraubt wurde; die optischen offensichtlichste Änderung erfuhr sie, als man ihr irgendwann einmal ein etwas moderneres Führerhaus spendierte. Und diese Version wurde von BEMO für ihr „Metal Collection“-Modell ausgewählt;  ihr soll es recht sein, denn so gefährlich sie mir besser. Inzwischen wurde das Original wieder optisch dem ursprünglichen Aussehen angepasst und fährt unter Obhut der Oensingen-Balsthal-Bahn gelegentlich vor Museumszügen. Aus denkmalpflegerischer Perspektive kann ich diesen Rückbau zur ursprünglichen Erscheinung ebenfalls nachvollziehen.

Dass das Original bei der Oensingen-Balsthal-Bahn in guten Händen ist, und ihm nur die beste Behandlung widerfährt, zeigte sich mir im Juni vor zwei Jahren in Oensingen.

Es gab europaweit so einige Privat- und Kleinbahnen, welche sich Mallet-Loks angeschafft haben. Die bessere Laufruhe auf den oft engen Kurvenradien überwiegten offensichtlich den weit grösseren Wartungsaufwand, welcher die komplizierte Technik dieser Maschinen mit sich brachte.

Aus diesem Grund geschah die Anschaffung dieses Modells durchaus mit dem Hintergedanken, dass ich sie auf meiner Weineggbahn gut gebrauchen kann. Es hängt ja auch sein können, dass sich die Weineggbahn den SBB eine gebrauchte Ed 2x2/2 erstanden hat. Und eben, wenn sie sich nicht auf den knappen 3 Metern Weinegg nützlich macht, macht sie in der Fffitrine eine gute Falle.

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