Vorenthalten
Bei der Präsentation des Epoche IV-Weineggbahn-Zuges habe ich Euch sträflich einen wichtigen Wagen vorenthalten. Und das hole ich hiermit nach.
Die beiden Personenwagen und die V65 davor ergaben wahrlich einen optisch ansprechenden Zug. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung.
Etwas fehlte allerdings: Sperriges Gepäck, Velos, ab und zu ein Kinderwagen und natürlich auch eiliges Stückgut wollen ebenfalls befördert werden. Dazu braucht es einen Gepäckwagen, oder zumindest einen Wagen in den man solche Dinge einladen - und am Bestimmungsbahnhof wieder ausladen kann. Und er sollte selbstredend optisch mit restlichen Zug korrespondieren.
Die Seetaler des Typs ABi - also diejenigen mit erster und zweiter Klasse - haben in der Mitte des Abteils mit den Plüschsitzen etwas kleinere Fenster, was mir für den Umbauen eines ABi zum BDi entgegen kam.
So griff ich vor Jahren über die Weihnachtstage bildlich gesprochen zu Hammer und Säge. Zuerst wurden zwei ABi ausgeschlachtet und bei einem ein grosses Loch in die Seitenwand geschnitten.
Beim Anderen wurde ebenfalls ein Stück des Erstklass-Abteils mit dem kleineren Fenster herausgetrennt und ins Loch von Wagen eins geklebt. Dann kratze ich mit einer grossen Nadel Rillen in die Seitenwand, welche die eigentliche Schiebetüre darstellen sollte.
Nachdem sich mein damaliger Lackierer des Vertrauens um die farblichen Belange kümmerte, setzte ich den Wagen wieder zusammen. Und voilà, auf der Weineggbahn konnte auch sperriges Gepäck, Velos, ab und zu ein Kinderwagen und natürlich eiliges Stückgut mitreisen! Und optisch passte der BDi zum restlichen Weineggbahn-Zug, als hätte dieser nie ohne ihn existiert.
Fazit: mit wenig Aufwand, einigen Tagen Bastelspass, den passenden Farbtöpfen, einigen Decals und Dingen aus der Bastelkiste kann ein ganz individueller Wagen ohne seinesgleichen. Inzwischen etwas in die Jahre gekommen, könnte mein BDi allerdings eine Auffrischung vertragen.
















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