Free Lance as its finest

Jetzt fällt mir der Einleitungstext gerade etwas schwer. Wo soll ich beginnen? Was ist wesentlich, und auf was will ich eigentlich hinaus? Zu diesem Modell gibt es nämlich sehr viel zu berichten.

Fangen wir mal so an: wie so üblich fuhr ich in die Ferien und kaufte mit ein modellbahnbezogenes Andenken. In diesem Fall waren es Ferien in den Niederlanden, und das Souvenir war das Modell einer 2400 der Nederlandse Spoorwegen. Die Serie 2400 wurde in den Fünzigerjahren von Alsthom für die NS  in recht grosser Stückzahl gebaut und basiert auf einer Industrie- und Privatbahn-Lok, die Alsthom schon im Angebot hatte. So sind beispielsweise heute noch auf der iberischen Halbinsel Schmalspurversionen dieses Loktyps im Einsatz.

Seit einigen Jahren gibt es ein sehr ansprechendes Modell der Serie 2400 von Roco; als ich dieses Modell erstand, gab es nur diese Modelle von Holland Rail / de Kleine b.v., welche die Modelle schon damals in Fernost herstellen lies. Optisch ist das Modell gut gelungen und kann es durchaus mit dem um einige Jahre jüngeren Pendant von Roco aufnehmen. Vom Antrieb kann man das - wie so oft - leider nicht schreiben.

Ich liebäugelte mit einer Privatbahn-Version dieser Diesellokomotive, die durchaus auch in der Sxhweiz hätte gefahren sein können. Darum machte ich mich mit Spraydosen, Abdeckband, Decals und Abreibern ans Werk. Das Resultat: die Bm 4/4 10 der imaginären „Industriebahn“. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht, die für mich ungewohnte, niederländische Anordnung der Frontlichter mit Spachtelmasse und einen feinen Bohrer wenigstens optisch auf schweizerisch zu trimmen.

Die Bm 4/4 10 verbrachte bis jetzt den grössten Teil ihres OVP-Erdendaseins im Keller. Warum eigentlich? Sie ist mir doch sehr ansehnlich gelungen und hat einen Platz in der Fffitrine durchaus verdient. Nein, zur „Betriebslok“ wird sie nicht, dafür fährt sie mir zu wenig gut. Ob ich ihr noch einen Begleitwagen basteln sollte? Das ergäbe schon fast einen richtigen Privatbahn-Zug… Dass der Berliner Fridolin rein farblich schon einmal passt, ist ein reiner, aber netter Zufall.



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