WEINEGGBAHN: Die Einleitung

In der nächsten Zeit möchte ich hier den ganzen Stolz meiner Fffitrinen präsentieren: das Rollmaterial meiner höchsteigenen Weineggbahn.


Zuerst einige Worte zur Weineggbahn selbst. Die Weineggbahn gibt es in der Realität nicht. In Magazinen und anderen gedruckten Erzeugnissen zum Thema Modellbahn stachen mir über die Jahre immer wieder Beiträge ins Auge, in denen private Modell-Bahngesellschaften präsentiert wurden, die es so zwar irgendwo geben könnte, die aber einzig und alleine der Fantasie des jeweiligen Modellbahners entsprangen.


Das gefiel mir! Ich kann bei einer solchen Privatbahn meinen eigenen Rollmaterial-Bestand ganz nach meinem Geschmack zusammenstellen. Nicht nur, dass ich fast sicher sein kann, dass niemand anders identische Modelle besitzen dürfte, ich kann von der Geschichte dahinter, bis zum optischen Erscheinungsbild meine ganze Kreativität ausleben. 


Die „Ur-Weineggbahn“ war noch sehr auf die Epoche IV orientiert. (Mehr dazu vielleicht in einem späteren Post.) Nach und nach fand ich gefallen an der Epoche III und die Weineggbahn reiste in der Geschichte rückwärts. Ich wollte (genau: wollte!) den Rollmaterial-Bestand so minimalistisch wie nur möglich halten. Ob mir das gelang, werdet Ihr in den folgenden Post sehen…


Die Ausgangslage war eine Privatbahn irgendwo in der Schweiz, nördlich der Alpen. Diese Bahn wurde mit keinem Budget gebaut und hatte die Aufgabe ein Landstädtchen namens Weinegg über einen Bahnanschluss mit dem Rest der Welt zu verbinden. Die Euphorie, wie sich Weinegg dank der Bahnlinie entwickeln würde, wurde schon recht schnell von der bitteren Realität eingeholt. Man konnte den Bahnbetrieb gut und recht aufrecht erhalten - vielleicht sprang in einzelnen Jahren sogar ein Gewinn ab - aber die Kassen waren zeitlebens klamm und der Betrieb konnte nur mit viel Improvisation und gutem Willen aufrecht erhalten werden.


Neues Rollmaterial, frisch ab Fabrik, lag meistens ausserhalb der finanziellen Möglichkeiten. Und wenn, dann musste sich die Weineggbahn dafür kräftig nach der Decke strecken. Den anfänglichen Dampfbetrieb gegen sauberere Elektro-Traktion zu ersetzen, war - untypisch für die Schweiz - auch ausser Diskussion. Als ein weiterer Betrieb der Dampflokomotive definitiv nicht mehr möglich war, erstand man eben Dieselloks und einen Dieseltriebwagen. Die Lokomotiven wurden für die Güter- wie auch für die Personenzüge eingesetzt; der Triebwagen dient ausschliesslich dem bescheidenen Personenverkehr.


Zur Beförderung von Fahrgästen stehen - neben dem Dieseltriebwagen - drei Personenwagen zur Verfügung. Zwei Zweiachsiger konnten von anderen Privatbahnen übernommen werden, der Vierachser stammt von den Schweizerischen Bundesbahnen. Trotz aller finanziellen Engpässe, ein akkurates, einheitliches Erscheinungsbild mit gepflegtem Rollmaterial ist der Weineggbahn wichtig.


Im NÄCHSTEN POST werde ich näher auf die Diesellokomotiven der Weineggbahn und ihre mögliche Geschichte eingehen.







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