WEINEGGBAHN: Die Personenwagen

Den ZWEITEN POST dieser Serie widmete ich den beiden Dieselloks der Weineggbahn. In diesem Post möchte ich die Personenwagen vorstellen.


Bekanntlich konnte die Weineggbahn in allen Belangen nie mit der grossen Kelle anrichten. Die überschaubaren Frequenzen machten es auch nicht notwendig, dass die Weineggbahn über einen grossen Bestand an Personen- und Gepäckwagen verfügte. Nachdem die Erstausstattung dermassen verschlissen war, dass deren Unterhalt Unsummen verschlungen hätte, machte man sich auf die Suche nach passendem Ersatz.

Passende Personenwagen fand man bei der Bodensee-Toggenburg-Bahn und bei der Mittelthurgau-Bahn  bei den Schweizerischen Bundesbahnen einen kurzen Gepäckwagen. Aber der Eins ums Andere:

Der B2 102 wurde irgendwann um die Jahrhundertwende bei der Waggonsfabrik Schlieren für die Bodensee-Toggenburg-Bahn gebaut und stand dort über viele Jahrzehnte im Einsatz. Er transportierte tagein tagaus Fahrgäste bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit durch die Ostschweiz. Die Bodensee-Toggenburg-Bahn pflegte ihn angemessen, und modernisierte ihn teilweise auch. Was man beispielsweise an seinen modernen Dachlüftern erkennen kann. 

Als in die Bodensee-Toggenburg-Bahn ausrangierte, war er in einem verhältnismässig guten Zustand und entsprach dem, was die Weineggbahn unbedingt suchte. In der Werkstätte der Weineggbahn wurde er einer gründlichen Revision unterzogen, im roten Farbkleid der Weineggbahn mit der weissen Zierlinie frisch gestrichen und mit einem Koksofen unter dem Wagenkasten ausgestattet. Die beiden Dieselloks der Weineggbahn haben nämlich keine Einrichtung, um Personenwagen zu heizen, und in Weinegg kann es im Winter empfindlich kalt werden. 


Bei der Weineggbahn war man mit dem renovierten Wagen 102 sehr zufrieden und machte sich auf die Suche nach einem entsprechenden Wagen. Hier wurde man bei der Mittelthurgau-Bahn fündig, die einen fast identischen Wagen abzugeben hatte. Dieser war sogar schon mit einem Kocksofen ausgestattet, weil er bei der MThB zusammen mit einem Dieseltriebwagen einsetzt wurde.

Der Wagen wurde ebenfalls in den hauseigenen Werkstätten aufgemöbelt, entsprechend frisch gestrichen und als B2 103 in Betrieb genommen. Er lässt sich äusserlich gut von seinem Bruder an den ursprünglich Lüftern auf dem Dach unterscheiden.

Zum Transport von grösseren Gepäckstücken, Post und Stückgut befinden sich ein Gepäckwagen im Bestand der Weineggbahn. Der D 30 stammt aus den Beständen der SBB, den man ebenfalls selbst aufarbeitete und zu den Personenwagen passend anstrich. Leider sparte man bei der weissen Farbe für die sonst obligate Zierlinie.

DIE MODELLE: Als ich beschlossen hatte, die Weineggbahn in die Epoche III zurückzusenden, hatte ich die Idee, den Rollmaterialbestand auf eine Lok, einen Personenwagen und einen Gepäckwagen zu beschränken. Ganz gelungen ist’s mir nicht, wie man sieht…


Das Modellbaustudio Born kündigte diesen Personenwagen mit verblechten Seitenwänden an. Nein, das sind nicht einfach Luxus-Versionen der bekannten Liliput-Modelle! Die Verblechung der Seitenwände entspricht beispielsweise den Wagen, wie sie bei der BT und der MThB im Einsatz waren. Es sind keine SBB-Wagen, es sind richtige Privatbahn-Wagen! Und sie weisen Koks-Öfen unter den Rahmen auf.


Somit bestellte ich mir einen solchen Wagen, und weil gleichzeitig noch die kurzen Gepäckwagen der SBB angekündigt wurden, noch einen solchen dazu. Beide selbstverständlich als Weineggbahn-Wagen lackiert.

Happy! Glücklich! Was brauchst mehr? Einen zweiten Personenwagen! Und dieser entstammt einer Serie Modelle der Mittelthurgau-Bahn. Das Detail der unterschiedlichen Dachlüfter von B 102 und B 103 ist das  alles entscheidende i-Tüpfelchen.

NÄCHSTENS folgt ein Post, den ich einzig und alleine dem Triebwagen aller Triebwagen widmen werde.

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