Smørrebrød, smørrebrød, røm pøm pøm pøm (Part 1)

Oder: Astrids Gartenhäuschen auf Schienen*)

Nach einigen modellbahnblogischen Ausflügen ins bayerische Voralpenland habe ich beschlossen für die nächsten Beiträge Dänemark virtuell zu bereisen, bzw. die Modelle deren Vorbilder dort vorkommen und sich in meinen Ffffitrinen tummeln, hier vorzustellen. Da ich je bekanntlich auf Privatbahnen spinne, und Dänemark übers ganze Land zahlreiche verteilt hat(te) kann ich garantieren, es wird wiederum etwas seeehr privatbahnlastig... 😏

Für wirklich gute Informationen auf Deutsch über dänische Bahnen empfehle ich Euch übrigens Sebtus.de, eine äussert informative Website, die immer wieder mit frischen Beiträgen und neuen Fotos ergänzt wird. 


Beginnen wir mit einem Triebwagen, den es in dieser und ähnlichen Versionen bei der Dänischen Staatsbahn und bei diversen Privatbahnen gegeben hat. 
Wie überall auf dieser Welt wolten dänsiche Eisenbahngesellschaften den Berieb verbilligen und suchten nach Alternativen zu ihren teuren Dampfloks. Auch in Dänemark gab es dazu, wie überall, diverse Versuche von diversen Herstellern mit diversen Arten von Verbrennungsmotor-Triebwagen. 


Die wahrscheinlich erfolgreichste Firma war "De forenede Automobilfariken" in Odense, lieferte sie doch diverse Triebwagen unter dem Namen Trinagel an Staats- und Privatbahnen. Und da einigen ein recht langes Leben beschieden war - manche rumpeln noch heute über Museumsbahngleise - schien das Konzept von Triangel recht ausgereift gewesen zu sein. "De forenede Automobilfariken" in Odense (ich liebe diesen Namen...) bot auch an, Personenwagen in Triebwagen umzubauen, und einige Bahngesellschften sandten Personenwagen nach Odense, um einige Monate später einen Triebwagen zurückzuerhalten.


Mein Modell entspricht dem Modell ME, welches sowohl bei der DSB, als auch bei Privaten eingesetzt wurde. Einge DSB-ME gelangten nach ihrer Lauf- bzw. Fahrbahn in Staatsdiensten zu Privatbahnen.

Das Modell wurde von Real-Modell (von dort stammen übrigens auch meine beiden Stamm-Weineggbahn-MaKs) für eine Firma O.K.T. gefertigt. Und so steht es auch auf einem Messingschildchen auf der Unterseite des Modells. Kleines, lustiges Detail: die Firma O.K.T. war meines Wissens in ihren letzten Jahren ebenfalls in Odense zuhause.

Ich vermute, die originalen Real-ME sind etwas detailierter als mein O.K.T.-Modell. Aber Alles in Allem finde ich es ein schönes Modell. Gehäuse und Unterbau sind aus Messing, das Dach wahrscheinlich aus Resin, und der Antrieb erfolgt über einen Faulhaber-Motor. Noch hat das Modell keinen Decorder, aber was nicht ist, kann vielleicht einmal noch werden. Für mich als Von-Punkt-zu-Punkt-Bähnler hat dieses Modell allerdings ein grosses, entscheidendes Manko; es besitzt ganz vorbildlich nur einen Führerstand. 

Dies war bei diesen Triebwagen nicht unüblich. Drehscheiben waren recht verbreitet und dadurch konnte man sich teure Getriebe etc. sparen. An den Enstpunkten wurde der Triebwagen einfach kurz auf der Drehscheibe horizontal um180° gedreht und der Zug konnte wieder Führerstand vorwärrts seine Rückreise antreten. Es gab auch Vorbilder mit zwei Führerständen, diese waren aber zahelenmässig eine Minderheit. Diese Triebwägelchen besassen zwar nur einen Antrieb auf eine Achse, aber da Gebrigsbahnen in Dänemark recht selten sind, konnte trotzdem einige Wägelchen angehängt werden.

Vor einigen Jahren wurde von Heljan (dieser Name wird in dieser Serie übrigens noch einige Male auftauchen) ebenfalls ein Modell eines Triangel-ME produziert. Dieses habe ich leider verpasst, aber dafür ist mir dieses gebrauchte O.K.T. / Real-Modell vorletztes Jahr über den Weg gelaufahren. Und ich habe meine Freude daran! Und*) skandinavische Theaterstücke haben doch oft einen "oder"-Untertitel. 😃



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