Kurz und knapp
Elefanten, Krokodile, Tigerli und BoBo werden die meisten Modell- und Hobbybähnler antworten, wenn man sie nach einem Triebfahrzeug fragt, welches die Schweizer Eisenbahnen repräsentiert. Stimmt nicht, würde ich antworten und den Tm II in die Runde werfen.
Wer von Euch hat den schon einmal ein Tigerli, ein Krokodil, oder einen Elefanten in freier, Schweizer Wildbahn - und nicht in einer zoomässigen Museums-Umgebung erspäht? Ein Tm II, respektive einer seiner diversen Brüder, kann auch heute noch irgendwo auf einem Nebengleis beobachtet werden. Nicht mehr so oft, wie noch vor wenigen Jahren, das stimmt, und ihre Population nimmt ab.
Diese kleinen, unscheinbaren Traktoren, und ihre Artgenossen in Meterspur konnten vom östlichsten Bahnhof in der Schweiz, bis zum westlichsten angetroffen werden, genau so von dem ganz im Norden, bis im Süden an die italienische Grenze.
Und diese weite Verbreitung dieser Winzlinge wird wohl auch der Grund gewesen, weshalb BEMO solche Traktoren in sein Programm aufgenommen hat. Denn es liessen sich nicht nur die hier vorgestellten Normalspurversionen herstellen, auch auf der meterspuigen Brüniglinie waren sie im Einsatz; ganz zu schweigen von ähnlichen Traktoren auf der RhB, bei der FO und der BVZ. Zudem besassen - und besitzen - weitere Privatbahnen solche kleinen Helfer für alle Lebenslagen.
Im Baudiest waren sie beim Unterhalt nützlich, aber mit grossen Pflügen an den Fronten auch im Kampf gegen Schneemassen eingesetzt. Sie dienten aber auch als Rangiertrakoren auf Bahnhöfen mit geringem Güterverkehr.
Ich behaupte einmal, dass der Tm II das erste Modell eines Triebfahrzeugs von BEMO in Normalspur war. Leider sind sie heute nicht mehr erhältlich; ich hoffe, dass wenigstens noch die passenden Ersatzteile verfügbar sind, denn einige von Euch werden bemerkt haben, dass beim roten Tm 662 Teile verloren gegangen sind, die ich gerne wieder anfügen möchte.
Meine beiden Tm II, die Nummer 706 im ursprünglichen rostrot und der epoche-IV-rote 662, führen bei der Weineggbahn ein ähnlich unscheinbares Dasein, wie es auch bei ihren Vorbildern üblich war. Oder noch schlimmer: bei mir sind sie hauptsächlich in ihren Verpackungen. Eigentlich schade, denn die Bilder beweisen doch, dass es sich trotz ihren vorschrittenen Alters um durchaus ansehnliche Modelle handelt. Ich glaube, diese Modell erschienen zum ersten Mal in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre.
Darum haben die beiden rüstigen Senioren den Auftritt im Weineggbahn-Blog durchaus verdient.

















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