Der Kompromiss
Modellbahnen sind doch eigentlich per se ein Kompromiss. Es sind Modelle, die das Original um ein vielfaches verkleinert darstellen, und die Allerwenigsten von uns sind auch so nicht in der Lage, das Vorbild massstabsgetreu umzusetzen. Dazu fehlt schlicht und ergreifend der Platz. Ausserdem fehlt auch heutzutage, trotz dem Überfluss an Modellen, vielleicht genau die Lokomotive, die vorbildgerechte vor den Lieblingszug gehört.
Bei mir verhält es sich so mit meinem UeBB-Zug genau so. Der Glaskasten ist zwar durchaus vorbildgerecht und er gefällt mich auch. Allerdings eine „richtige“ Lok vor diese schönen Wagen aus dem Modellbaustudio Born wäre eben schon sehr schön. Es gab einmal als Kleinserie in Form einer Ed 3/3 auch das perfekt passende Zugfahrzeug. Es war aber sehr teuer und sprengte mein Budget.
Kleine Privatbahnen, wie die UeBB, hatten allerdings oft Ed 3/4 von SLM. Auch die Uerikon-Bauma-Bahn liebäugelte tatsächlich einmal mit einer solchen Lokomotiven. Man entschied sich dann allerdings für etwas Preiswerteres aus Deutschland, mit dem man dann nie wirklich glücklich wurde.
Die Ed 3/4 ist meinem Empfinden nach eine der schönsten von SLM gebauten Dampfloks. Das war denn auch der Hauptgrund, weshalb ich für ein solches Modell von H-R-F gespart habe.
Und so kommt es, dass meine eigene UeBB manchmal ihre Züge auch mit einer Ed 3/4 aus dem Hause SLM vom Zürisee ins Zürcher Oberland zieht. Oder nach Weinegg. Wenn man es mit den Epochen und den Zeiten nicht ganz so genau nimmt - Kompromiss eben! - ist das wiederum nicht ganz falsch ist. Denn der DVZO, welcher heutzutage seine Museumszüge auf der originalen UeBB-Strecke verkehren lässt, besitzt tatsächlich eine dieser Ed 3/4 aus dem Hause SLM.
Was meint Ihr? Dieser Kompromiss ist somit ein durchaus akzeptabler Kompromiss, oder nicht?















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