Top oder Flop?
Letztens habe ich gelesen: Ein Fragezeichen in einem Titel sein ein No Go. Was ist aber, wenn sich der Schreibende - in diesem Fall meine Wenigkeit - bezüglich der Antwort auch nicht wirklich sicher ist?
Die ganze Geschichte begann damit, dass es draussen Frühling wird, und es mich darum wieder aus den gemieteten vier Wänden zieht. Ein Ausflug war fällig. Das Wohin klärte sich relativ schnell, als ich über ein Internet-Forum mitbekam, dass an diesem Wochenenden eine „Faszination ModellBAHN “ in Mannheim über die Bühne gehen wird; nicht zu verwechseln mit „Faszination ModellBAU“ in Friedrichshafen im November.
Der selbe Organisator wie die Messe in Friedrichshafen, und an einer entsprechend Veranstaltung in Sinsheim war ich einmal vor vielen Jahren; das könnte etwas sein. Und eine Fahrt mit der Bahn durch den Frühling wäre auch dabei, denn wie hat doch Goethe schon so treffend formuliert: der Weg ist das Ziel. Johann Wolfgang Goethe reiste allerdings mit einer Kutschte und nicht per ICE.
Nein, die Fahrplaninstabilität von ICE-Verbindungen war in diesem Fall ohne Fehl und Tadel. Meine Verbindung erreichte erreichte auf Grund wundersamer Verwicklungen Mannheim sogar vor der angegebenen Zeit. Das Problem war mein Sitzplatz. Wie um alles in der Welt soll ich diese bei dieser Perspektive an mir vorbeiziehen lassen? Weitere Frage: warum hat es in einem ICE dort, wo die meisten Fensterplätze wären, eine Gepäckablage, und in der Nähe der Eingänge stattdessen Sitzplätze ohne Aussicht?
Und noch eine weitere Frage: Weshalb schlug mir der Online-Fahrplan des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar einem Fussmarsch von rund anderthalb Kilometern von der nächstgelegenen S-Bahn-Station zum Veranstaltungsort vorschlug, wenn zwischen den beiden Orten regelmässig zwei Bus- und eine Tramlinien verkehren? Ich muss ja nicht immer alles verstehen.
Selbstverständlich habe ich mich vor der über dreistündigen Hinfahrt nach Mannheim schlau gemacht, was mich auf dieser Ausstellung alles erwarten wird. Auf der Website waren einige Modellbahnanlagen angekündigt, die spannend tönen, und auch einige Hersteller, Produzenten und Händler waren präsent, die mich interessieren. Ganz speziell Artitec, hatte ich doch seit der Messe in Friedrichshafen mit denen im positiven Sinn für sie noch eine Rechnung offen. Ich wollte mir in Friedrichshafen nämlich eines ihrer Modelle des Atlas-Baggers AB 1302 B erstehen, musste allerdings damals meine Prioritäten aufgrund der UNERWARTETEN EREIGNISSE bekanntermassen anders setzen.
Der Atlas AB 1302 B als Modell von ARTITEC ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Kindheitserinnerungen; dazu vielleicht einmal ein Post in Zukunft. Hoffentlich sind die entsprechenden Modelle am Stand dieses niederländischen Produzenten noch erhältlich, denn auf deren Website sind sie ausverkauft. Und ja, sie waren verfügbar! Und weil er so schön ist, gab es noch ein Schienenvelo dazu. Schienenvelos gehen nämlich immer.
Liebe deutsche Follower, und das sind laut Statistik die Mehrheit von Euch, Ihr könnt definitiv Rinder so zubereiten, dass sie zur Gaumenfreude werden. Der Beweis sind beispielsweise Christina Blocks Steakhouses, die taktisch so klug über Orte in ganz Deutschland verteilt sind, dass sich für mich bei Reisen ins Land der Dichter und Denker immer wieder die Gelegenheit ergibt, ein American Tenderloin aus Argentinien mit Knoblauchbrot, Beilage und einem Apfelstrudel zum Dessert zu verdrücken. Mannheim ist da keine Ausnahme.
Und so verliess ich Mannheim am späten Nachmittag wieder, gut genährt und mit zwei fantastisch schönen Modellen in meiner Tasche. Die beiden Modelle zusammen waren finanziell sogar noch im Bereich, in dem ich sie ohne schlechtes Gewissen in die Schweiz importieren konnte. Ausserdem: Ich hatte auf der Heimfahrt durchgehend einen Fensterplatz und der ICE hatte in Freiburg im Breisgau seine Verspätung wieder aufgeholt.
Top oder Flop? Der Zeiger steht näher bei Top, denn bei Flop.






















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