Sihltal - Uerikon - Bauma - Bahn

Was, diese Bahngesellschaft gibt es nicht? Gestern fuhr sie aber sogar über die Grenze nach Deutschland, wie das erste Bild zeigt.


Die wahre Geschichte lautet so: Gestern begab sich der schon bekannte ÜBB CZm 31 - welcher bekanntlich SBB Historic gehört und von der http://dampfgruppe-zuerich.ch/ mustergültig betreut wird -  zusammen mit dem Sihltalbahn C69 - heute http://www.museumsbahn.ch/ gehörend - von Zürich ans Bahnfest im baden-würtembergischen Rielasingen, dem derzeitigen Endpunkt der Museumsbahn Etzwilen - Singen http://www.etzwilen-singen.ch/. Rielasingen ist zur Zeit über die Schienen nur aus der Schweiz erreichbar.

Aber langsam der Reihe nach. Um 07:44 fuhr der Dampftriebwagen von Zürich HB mit einem Wahnsinnstempo via Wallisellen nach Winterthur; im dortigen Depotbereich musste dann erst einmal der Wasservorrat wieder aufgefüllt werden.


Gleichzeitig wurde auf der Drehscheibe der Beiwagen gedreht.


Anschliessend ging die Fahrt via Oberwinterthur und Seuzach nach Ossingen, wo unsere Fuhr wiederum auf ein passendes Zeitfenster im Thurbo-Fahrplan warten musste. In Ossingen kam auch diese Begenung zweier Triebwagen zustande, deren beider Funktion es ist (bzw. war) den Personenverkehr auf Nebenbahnlinien zu beschleunigen und zu verbilligen. Ob in hundert Jahren mit dem GTW von Stadler auch eine solche Tour unternommen werden kann?


In Etzwilen musste dann der Triebwagen auch noch auf die Drehscheibe, um nachmittags Führerstand voraus zurück nach Zürich dampfen zu können.


Über die nie elektrifizierte Strecke Richtung Singen erreichte der Zug pünktlich um 12:00 Rielasingen, von wo aus der Triebwagen solo für Pendelfahrten benutzt wurde. Man beachte, dass nach den beiden  Drehscheibenabenteuern sowohl Trieb- als auch Beiwagen gedreht im Zug stehen, ohne je die Fahrtrichtung gewechselt zu haben.


Die lokale Museumsbahn benutzte das gestrige Fest um ihre beiden neuaufgearbeiteten Wagen dem Publikum vorzustellen, hier im Schlepp eines Tigerlis des http://www.dvzo.ch/.


Am Nachmittag ging die Fahrt wieder via Winterthur mit Wasserfassen und Kloten Dorf zurück nach Zürich.


Den Organisatoren dieser Fahrt möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich für diese geniale Fahrt danken, und auch dafür, dass sie den Dampftriebwagen so excellent in Schuss halten, dass er eine solche Fahrt problemlos meistern konnte; immerhin hat er ja schon mehr als hundert Jahre auf dem Wasserkasten.
Was mir ein bisschen zu denken gab, war das Durchschittsalter der Fahrgäste auf der Fahrt von Zürich nach den Fest und zurück, grobgeschätzt lag es über dem AHV-Alter. Sind alte Bahnen für junge Leute so uninteressant?

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