Kong Hother, B 50, B 51 und ein Kesselwagen
Ja, Dänemark. Genau, Ferien. Und am Schluss einige Souvenirs. Hatten wir das hier nicht schon zur Genüge? Und trotzdem wärme ich dieses Thema freudig nochmals auf. Wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal.
Ich ging vor vielen Jahren nach Dänemark in die Ferien, gerade zum Zeitpunkt, als uns Heljan - wurde übrigens vor einigen Wochen nach Grossbritannien verkauft - mit Modellen von NoHABs Mx beglückt hatte.
Im Jahr 2026 gibt es entsprechenden Modelle von Dekas, die um Welten schöner sind, aber damals waren die Modelle von Heljan das Beste, was es bezüglich NoHABs zu kaufen gab. Die Alternativen wären beispielsweise die Uraltmodelle von Fleischmann und Märklin gewesen.
Heljan war allerdings der erste Produzent, der Modelle der dänischen Mx herstellen liess, denn auch wenn sich alle NoHABs äusserlich mit ihren amerikanisch anmutenden Fronten sehr ähnlich sind, der Teufel liegt bekanntlich im Detail.
Die Dänischen Staatsbahnen liessen die Mx im Anschluss an die viel stärkeren und schwereren My bauen, weil letztere für den Oberbau dänischer Nebenbahnen zu schwer waren. Neben den anders angeordneten Lüftungsgittern an den Seitenwänden, unterscheiden sie die beiden Typen optisch beispielsweise bei den Drehgestellen; die kräftigeren My haben pro Drehgestell sechs angetriebene Achsen. Bei den Mx sind pro Drehgestell nur die beiden äusseren Achsen angetrieben; die Räder der mittleren Achsen haben einen sichtbar kleineren Durchmesser und dienen als Laufachsen einzig der besseren Verteilung des Gewichts auf den Gleisoberbau.
Als sich die DSB von ihren Mx trennte, gelangten nicht wenige zu den damals noch zahlreichen Privatbahnen, welche ihnen oft einen neuen Anstrich in den Farben des jeweiligen Unternehmens verpassten.
NoHAB und Privatbahn! Dann konnte ich mich logischerweise nicht zurückhalten. Weil es zu besagtem Zeitpunkt auch noch zwei Personenwagen der Østbanen vom gleichen Produzenten zu kaufen gab, wechselte mit dem Modell der Østbanen Mx 41 noch ein B 50 und ein B 51 in meinen Besitz. Dem Umstand, dass die beiden Personenwagen vor dem Erwerb der Mx 41 durch die Østbanen das Zeitliche segneten, schenkte ich beflissentlich keine Beachtung. Die Vorbilder der beiden Personenwagen rumpelten übrigens unter anderem hinter einer MaK-Stangenlok durch Seeland, welche es von den Köln-Bonner-Eisenbahnen nach Dänemark verschlagen hatte. Die Østbanen-MaK wurde viele Jahre später ebenfalls von Heljan produziert.
Ob es in den selben Ferien war, oder später, als ich mir noch einen Kesselwagen der Østbanen erstanden habe, weiss ich nicht mehr. Dieses Modell stammt von Sachsenmodelle, und ich behaupte mal, dass die Formen noch zu Zeiten der DDR das Licht erblickten.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, dass dieses Modell den strengen Blicken eines Pufferküssers standhält. Aufgrund seiner Anschriften durfte DAS VORBILD die Østsjællandske Jernbane Selskab - wie sie offiziell hiess - nicht verlassen und wurde ab dem Hafen von Køge intern zum Transport von Diesel oder Heizöl verwendet.
Jedenfalls ist dieser Kesselwagen eine nette Ergänzung zu meinem Østbanen-Zug und ein weiterer Exot in meiner Sammlung von exotischen Privatbahn-Modellen.
Das Internet weiss übrigens nichts zu Kong Hother zu berichten, dem Namesgeber der ØSJS Mx 41.















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