Ein Fotoroman

Am Samstagmorgen läuft nicht viel auf der Kleinbahn. Der Triebwagen kommt gerade von seiner ersten Tour zurückgeholpert.

Er passiert hupend den letzten Bahnübergang.



Und hält am Perron.



Dann muss er aber schleunigst aufs Abstellgleis flüchten, denn die grosse Diesellokomotive muss den Güterwagen mit den vollen Milchkannen in die Stadt bringen. Und dieser stünde er im Weg.



So. Aus dem Weg.



Die Diesellokomotive kann jetzt ihr Rangiergeschäft erledigen.



Güterwagen angekuppelt, warum auch noch der Niederbord-Dienstwagen mitgegeben wird, weiss ich nicht.



Als sich der Güterzug auf den Weg macht, kommt gerade das Postauto aus dem Dorf um die Kurve gebraust, um vielleicht einen oder zwei Fahrgäste abzuholen, die mit dem Triebwagen angekommen sind. Heute ist niemand gekommen, heute fuhr der Triebwagenführer alleine durch den Morgen.



Der Milchzug fährt von dannen.


Und das Postauto wird sich auch nächstens wieder auf den Weg ins Dorf machen. Zuerst tauschen der Triebwagenführer, der Bahnhofvorstand und der Chauffeur des Postautos im Stationsbüro noch die allerneuesten Neuigkeiten aus. Der Triebwagenführer wird sich auch nächstens auf sein Velo schwingen, denn bis zum Mittag hat er nichts mehr zu tun, vorher fährt kein Personenzug mehr.

Nur der Stationsvorstand muss warten, bis der Güterzug wieder zurück ist.

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